City News


Aktuelle Informationen aus unseren Dialogstädten, zweimal wöchentlich knapp zusammengefasst

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Tausende BerlinerInnen warten auf Termin in CoViD-Teststellen

Mehr als 22.000 Menschen haben in Berlin bereits Termine für kostenlose Corona-Schnelltests in den Testzentren gebucht, die seit dem 8. März 2021 geöffnet haben. Da jedoch in manchen Testzentren auf Monate hin keine freien Termine mehr verfügbar sind, wurden heute Morgen fünf weitere Stellen eröffnet (insgesamt somit 21 Teststellen). In den kommenden Tagen und Wochen sollen weitere "Test-To-Go"-Stellen eröffnen - dafür können sich auch interessierte ApothekerInnen und ÄrztInnen anmelden. Jede Person hat Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche. Mangelware sind auch die im Handel zum Verkauf zugelassenen Schnelltests. Nachdem der Diskonter Aldi am 5. März erstmals​ Corona-Selbsttests angeboten hatte, waren sie binnen Minuten ausverkauft. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bisher drei Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung die Zulassung erteilt.

9.3.2021

Einzelhandel in Berlin unter Auflagen eröffnet

Nach monatelanger Pause dürfen viele Geschäfte in Berlin heute am 9. März 2021 wieder öffnen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn KundInnen dafür einen Termin gebucht haben ("Click & Meet​"), strenge Hygieneregeln eingehalten werden und solange die 7-Tage-Inzidenz in Berlin den Wert 100 nicht übersteigt. Die Zahl der KundInnen, die das jeweilige Geschäft zeitgleich betreten dürfen, hängt von der Größe der Verkaufsfläche ab. Je 40 Quadratmeter Ladenfläche darf nur eine Kundin oder ein Kunde das Geschäft betreten. Alle KundInnen müssen zudem ihre Kontaktdaten hinterlassen. Gartencenter, Blumenläden und Babyfachmärkte zählen zu Läden des täglichen Bedarfs. Sie dürfen deshalb auch ohne Termine für KundInnen öffnen.​​

9.3.2021

Aufenthaltsort von verstorbenem Zagreber Bürgermeister aufgedeckt

Nachdem der Zagreber Bürgermeister Milan Bandić am 28. Februar 2021 an einem Herzinfarkt verstarb, gab es widersprüchliche Äußerungen seiner MitarbeiterInnen bezüglich seines letzten Aufenthaltsortes. Mehrere Tage zirkulierte das Gerücht, Bandić sei zum Zeitpunkt seines Infarktes in der Wohnung einer jungen Gemeinderätin seiner "365RIS – Arbeits- und Solidaritätspartei" gewesen, in deren Begleitung er bei offiziellen Anlässen oft gesehen wurde. Gestern, am 8. März 2021, bestätigten zahlreiche Medien diese Geschichte mit Berufung auf interne Quellen. Es scheint sogar, dass wertvolle Zeit bis zur ersten medizinischen Hilfeleistung vergeudet wurde. Als Bandić den Infarkt erlitt, kontaktierte die Gemeinderätin nicht direkt den Rettungsdienst, sondern andere MitarbeiterInnen des Bürgermeisters. Letztendlich informierten ​diese den Direktor des Zagreber Rettungsdienstes, der dann einen Rettungswagen zum Einsatz schickte. Der Direktor des Rettungsdienstes bestätigte diesen Anruf gegenüber der Presse. Wie es scheint, war der verstorbene Bürgermeister zum Zeitpunkt des Infarktes eher auf die Wahrung seines​ Images als treuer Familienvater als auf die eigene Gesundheit bedacht.

9.3.2021

Weiterer Schritt für lang erwartete Autobahn in Kroatien

Gestern, am 8. März 2021, hat der kroatische Autobahnbetreiber HAC eine öffentliche Ausschreibung für den Bau einer Teilstrecke der Autobahn Zagreb–Sisak in die Wege geleitet. Im Zuge des Projektes, dessen Kosten auf 300 Millionen Kroatische Kuna (rund 40 Millionen Euro) geschätzt werden, soll ein letzter, elf Kilometer langer Abschnitt von Lekenik bis Sisak realisiert werden. Damit soll die einstündige Fahrt von der mittelkroatischen Stadt Sisak nach Zagreb auf etwa 20 Minuten verkürzt werden. Zudem soll damit die Wiederbelebung der durch das verheerende Erdbeben Ende​​ ​2020 schwer getroffenen mittelkroatischen ​​Region gefördert werden. Die Bauarbeiten sollen in zwei Jahren fertiggestellt sein. Das Ausschreibungsverfahren und die Bauarbeiten für die Autobahn Zagreb–Sisak wurden im Jahr 2006 eingeleitet. Nach mehreren Verzögerungen aufgrund von Planungs- und Finanzierungsproblemen wurden bislang von der geplanten 42 Kilometer langen Strecke lediglich etwa 30 Kilometer fertiggestellt.

9.3.2021

Erfolge von Novak Đoković auf Belgrader Rathausfassade

​Anlässlich des historischen Rekords des serbischen Tenisspielers Novak Đoković, der 311 Wochen als Weltranglistenerster das Herrentennis dominiert, wurde am 8. März 2021 auf der Belgrader Rathausfassade eine Filmprojektion von Đoković' Erfolgen gezeigt. Der Sportler wurde auch persönlich vom Präsidenten des Belgrader Stadtparlaments, Nikola Nikodijević (SPS – Sozialistische Partei Serbiens), und Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS- Serbische Fortschrittspartei) im Rathaus empfangen. Dem weltbesten Tennisspieler zu Ehren leuchteten auch die Belgrader Wahrzeichen, die Brücken, Springbrunnen und Gebäude in den serbischen Nationalfarben. Plakate in der ganzen Stadt sprachen Đoković Dank aus.

8.3.2021

Serbische Plattform "Ich schütze dich" in Betrieb genommen

Die erste nationale Internet-Plattform für Prävention und Schutz vor Gewalt an Schulen in Serbien, "Ich schütze dich“, hat am 7. März 2021 ihren Betrieb aufgenommen. Die Plattform ist vor allem für Kinder und SchülerInnen, aber auch Eltern, LehrerInnen sowie für Beschäftigte der Schulverwaltungen gedacht, erklärte Premierministerin Ana Brnabić (SNS – Serbische Fortschrittspartei). An der Umsetzung der Plattform arbeiteten die Mitglieder der serbischen Regierung gemeinsam mit der LehrerInnengewerkschaft und interessierten BürgerInnen zusammen. Als nächsten Schritt kündigte Brnabić an, dass alle von Gewalt Betroffenen dementsprechende Erfahrungen dort online eingeben können.

8.3.2021

U-Bahn-Linie 2 in Budapest: Betrieb wegen Erkrankungen in Gefahr

Zahlreiche MitarbeiterInnen der Budapester Verkehrsbetriebe "BKV" sind am Coronavirus erkrankt. Laut der Vizeoberbürgermeisterin für Stadtbetriebe, Kata Tüttő (MSZP – Ungarische Sozialistische Partei), ist die Lage bei jenen Personen, die für die Verkehrssteuerung der U-Bahn verantwortlich sind, dramatisch. Es bestehe die Gefahr, dass die U-Bahn-Linie 2 in Budapest bald pausieren müsse. Dieses Schlüsselpersonal kann nicht kurzfristig ersetzt werden. Falls dieser Fall eintreten wird, sollen Ersatzbuslinien aushelfen. Jedoch sind auch zahlreiche BusfahrerInnen erkrankt. Die Budapester Stadtverwaltung hat die Regierung mehrmals darum ersucht, MitarbeiterInnen der öffentlichen Betriebe rasch zu impfen. Dies ist bisher nicht geschehen, hat die Vizeoberbürgermeisterin festgestellt. Als Folge davon sind Dienstleistungen wie der öffentliche Verkehr, der Abfalltransport und die Straßenreinigung in Gefahr.​

8.3.2021

Werke von Schriftstellerinnen an Treppenstufen in Buda

Zum Weltfrauentag wurde im 1. Bezirk von Budapest das Projekt "Frauen: Schritt für Schritt" ins Leben gerufen. Auf 46 Treppenstufen der "Vilma Glücklich-Treppe" wurden die Namen und Werke von 46 berühmten ungarischen Schriftstellerinnen und Dichterinnen angebracht. Das Projekt möchte darauf aufmerksam machen, welchen großen Beitrag Frauen zur ungarischen Literatur leisten und geleistet haben. Die Treppe im Stadtteil "Víziváros" trägt seit Dezember 2020 den Namen von Vilma Glücklich, einer der​ Leiterinnen der bürgerlichen feministischen Bewegung in Ungarn.​

8.3.2021

Eurostat-Analyse: Budapester Lebensstandard vor Wien

Das Statistische Amt der Europäischen Union Eurostat veröffentlicht jährlich detaillierte Wirtschaftsdaten. Anhand dieser ist kann der Lebensstandard in den EU-Regionen verglichen werden. Laut Daten von 2019 befindet sich Budapest vor Wien, Paris und Madrid. Die ungarische Hauptstadt befindet sich laut diesem Ranking aber hinter Bukarest, Bratislava und Prag. Laut Eurostat sind die Länder in dieser Region vorwiegend auf die Hauptstadt zentralisiert, während die ländlichen Regionen im Allgemeinen schwach entwickelt sind. Zentralungarn sie die einzige Region, die über dem EU-Durchschnitt liegt. Dieser Region folgt West-Transdanubien, die 71 Prozent des EU-Durchschnitts erreicht hat. Die nördliche Tiefebene und Nordungarn gehören zu den ärmsten Regionen der Europäischen Union.​

8.3.2021

Zum Frauentag demonstrieren Polinnen für mehr Frauenrechte

Am 8. März 2021, dem Internationalen Frauentag, haben zahlreiche Polinnen und Polen in 39 polnischen Groß- und Kleinstädten - auch in Krakau und Warschau - demonstriert. Dabei haben die Demonstrierenden die vollen Rechte für Frauen gefordert, anstatt Blumen geschenkt und Glückwünsche ausgesprochen zu bekommen. Außerdem haben die OrganisatorInnen der Proteste Unterschriften für das Volksbegehren "Legaler Schwangerschaftsabbruch. Ohne Kompromisse" gesammelt. Dieser Gesetzesentwurf soll sicherstellen, eine Schwangerschaft bis zum Ende der zwölften Woche abzubrechen, ohne die Frau nach dem Grund ihrer Entscheidung zu fragen. Die Verschärfung​ des Abtreibungsrechts Ende Oktober 2020 hat in Polen eine Welle an Demonstrationen ausgelöst, die bis jetzt andauern.​​

8.3.2021

Energieverluste in Krakau durch Luftaufnahmen erkannt

In der Nacht vom 6. auf den 7. März 2021 flog ein Flugzeug über Krakau und Skawina, eine Industriestadt im Umland von Krakau, um Wärmebildaufnahmen des Fernwärmenetzes zu machen. Die Luftaufnahmen wurden​ von der Städtischen Fernwärme (MPEC) in Krakau bereits zum zweiten Mal angefordert, um etwaige Energieverluste festzustellen. Diese Aufnahmen ermöglichen die Erstellung einer thermischen Karte des Fernwärmenetzes, die Stellen mit erhöhten Wärmeverlusten zeigt. Die Analyse der Aufnahmen hilft, die Stellen potenzieller Netzau​sfälle und Leitungsabschnitte mit beschädigter Isolierung zu finden und sie zu ersetzen.​​​

8.3.2021

Polinnen und Polen sind epidemiemüde

​Laut einer für die Tageszeitung "Reczpospolita" von IBRIS durchgeführten Umfrage hat sich die polnische Bevölkerung zwar an die Epidemie gewöhnt, zeigt sich aber zunehmend genervt von den neu eingeführten Einschränkungen. Die Polinnen und Polen akzeptieren​ aber Sperren auf lokaler Ebene, wie derzeit in den nördlichen Woiwodschaften Pommern und Ermland-Masuren. Über 77 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Regierung die Beschränkungen dort lockern sollte, wo es die wenigsten Infektionen gibt, und die Maßnahmen dort verschärfen sollte, wo sie am häufigsten vorkommen. Fast 63 Prozent der Befragten vertreten die Meinung, dass die Hilfe für UnternehmerInnen in geschlossenen Branchen unzureichend war und weiterhin ist. Der Verband der polnischen Unternehmer (FPP) schätzte die Verluste für die polnische Wirtschaft im ersten Jahr der Epidemie auf 185 Milliarden polnische Złoty (40,3 Milliarden Euro).

8.3.2021

"Grätzl"-Projekt in Ljubljana: Vorschläge werden gesammelt

Bereits das dritte Jahr in Folge bereitet die Stadtgemeinde Ljubljana (MOL) in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen das Projekt "Zunaj" (Draußen) vor. Dieses hat als Ziel, die BewohnerInnen aktiv in die Gestaltung und Verschönerung ihrer unmittelbaren Umgebung einzubinden. Die EinwohnerInnen reichen ihre Verbesserungsvorschläge ein und helfen bei der Umsetzung des Projekts mit. Unterstützt werden sie dabei von einer Mentorin oder einem Mentor. MOL übernimmt dabei die Kosten bis 800 Euro. In den vergangenen drei Jahren wurden 25 Vorschläge, unter anderem für Gemeinschaftsräume, Kräuter- und Blumengärten umgesetzt. Die Idee für das Projekt stammt laut OrganisatorInnen aus Wien. Heuer können Vorschläge bis zum 8. April eingereicht werden, zwölf davon werden ausgewählt und finanziert.​

8.3.2021

Tschechische Hauptstadt setzt Hunde als CoViD-19-Detektoren ein

Sechs Hunde waren in der Grundschule "Trojská" im 7. Prager Bezirk als Detektoren für Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, im Einsatz. Am Testbetrieb nahmen insgesamt 60 Erst- und ZweitklässlerInnen teil. Der Test ist komplett schmerzfrei, da es reicht, sich ein Stück Stoff vor den Mund zu halten und durch diesen kurz ein- und auszuatmen. Ist die betreffende Person positiv, erkennen die Hunde das an den Atemrückständen im Tuch. Die Hunde werden vom Kynologen Gustav Hotový trainiert, dessen Team sich aus sechs Tieren zusammensetzt, während zwei weitere Hunde sich in Ausbildung befinden. Während der tschechische Staat kein großes Interesse an dem Projekt zeigt, sind die Prager Spitäler und auch das "Tschechische Rote Kreuz" begeistert und unterstützen die Hundeschule Hotovýs unter anderem auch finanziell. Nach einer Ausbildung von zwei bis drei Monaten können die Hunde CoViD-19-Erkrankte  ​mit einer Genauigkeit von 94 bis 96 Prozent erkennen, was der Trefferquote eines PCR-Tests entspricht.

8.3.2021

Tschechisches Höchstgericht bekräftigt Prags Segway-Verbot

Der Erlass der Hauptstadt Prag aus dem Jahr 2016, der Segways im Stadtgebiet verbietet, wurde erneut durch den "Verband Segway Tschechien" angefochten. Nun gab das "Höchste tschechische Verwaltungsgericht" dem Prager Magistrat recht. Die Entscheidung der Stadt Prag, die Segways im Prager Verkehr zu verbieten, war laut der höchsten Entscheidungsstelle berechtigt, da die Stadt für die Sicherheit ihrer FußgängerInnen sorgen muss.


8.3.2021

O-Busse sollen Zentralböhmen mit Prag verbinden

Der "Prager Verkehrsbetrieb" (DP) verhandelt über eine Verlängerung der geplanten O-Busstrecken vom Prager Zentrum bis nach Zentralböhmen ("Region Mittelböhmen"). Zentralböhmen hat für das Projekt bereits grünes Licht gegeben. Die O-Busstrecke könnte im Zeitraum 2024 bis 2026 entstehen, und es wird mit Kosten in Höhe von 976 Millionen Tschechischen Kronen (37 Millionen Euro) gerechnet. Bei der Errichtung der Strecke soll eine sogenannte "dynamische Ladung" zum Einsatz kommen. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent der Strecke über eine Oberleitung verfügen müssen. Die restlichen 30 Prozent der Strecke sollen die Busse mithilfe ihres eingebauten Akkus überwinden.

8.3.2021

Kanton Sarajevo im Wochenend-Lockdown

​Aufgrund kontinuierlich steigender Neuinfektionszahlen hat die Regierung des Kantons Sarajevo vom 12. März ab 20 Uhr bis 15. März um 7 Uhr einen Wochenend-Lockdown beschlossen. Allein in der ersten Märzwoche 2021 gab es mehr CoViD-PatientInnen in den Ambulanzen als während des ganzen Monats Februar. Jeder dritte CoViD-Test war positiv. Die Krankenhauskapazitäten sind mit 429 CoViD-PatientInnen ausgelastet. Ausgeschlossen vom Lockdown sind Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Tankstellen, Gesundheitseinrichtungen und Öffis. Essenslieferungen sind bis 23 Uhr gestattet. Sportliche Wettbewerbe und Trainings im Freien können ohne Publikum stattfinden.​

8.3.2021

Teilland Srpska bekommt weitere 20.000 Impfstoffdosen Sputnik V

Es handelt sich um 20.000 Dosen des russischen Coronavirus-Impfstoffs, der für die Zweitimpfung benötigt wird. Die Impfstoffdosen wurden vom Premierminister der Republika Srpska, Radovan Višković, (SNSD - Union der unabhängigen Sozialdemokraten) und seinem Parteikollegen, dem Minister für Gesundheit und Soziales, Alen Šeranić, empfangen. Am vergangenen Montag, dem 1. März 2021 wurden bereits 20.000 Dosen für die Erstimpfung nach Banja Luka geliefert, nun können diese 20.000 Menschen vollständig geimpft werden. Am 8. März 2021 bildete das Teilland Föderation eine zehnköpfige Arbeitsgruppe zur direkten Beschaffung von 400.000 Impfstoffdosen. Die Immunisierung im Teilland Föderation hat noch immer nicht begonnen.

8.3.2021

Häufigster Frauenberuf in Bosnien-Herzegowina ist Verkäuferin

​Laut Angaben der Statistikagentur Bosnien-Herzegowinas arbeiteten 77 Prozent von 406.898 berufstätigen Frauen im Jahr 2013 in sieben Tätigkeitsbereichen: im Einzel- und Großhandel (76.460)​, in der Verarbeitungsindustrie (61.273), im Gesundheits- und Sozialwesen (43.960), im Bildungsbereich (41.584), in der öffentlichen Verwaltung (36.501), in der Land- und Forstwirtschaft​ (32.215) sowie im Gastgewerbe und in der Gastronomie (23.063). Außer als Verkäuferinnen (102.758) arbeiteten Frauen auch als Beraterinnen und Expertinnen (81.341), Technikerinnen und Sachbearbeiterinnen (62.950) sowie als Büroangestellte (43.287) und Führungskräfte (10.290).



8.3.2021

CoViD-19-Maßnahmen in Bulgarien stehen vor Verschärfung

In acht von 28 Regionen, einschließlich Sofia, stieg die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf mehr als 300 pro 100.000 EinwohnerInnen. Dazu kommt, dass in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 2.995 neue CoViD-19-Neuinfektionen gemeldet wurden, 802 davon in Sofia. In den Krankenhäusern dieser acht Regionen wurden bereits alle geplanten Operationen verschoben und Krankenbesuche verboten. Nun wird in Kürze entschieden, ob die Maßnahmen verschärft werden sollen. Konkret wird über die Einführung einer Maskenpflicht im Freien, eine Rückkehr zum Fernunterricht sowie über kürzere Öffnungszeiten für Restaurants verhandelt. Auch über die Einführung der Maßnahmen auf lokaler beziehungsweise auf landesweiter Ebene werde, dem bulgarischen Gesundheitsminister Kostadin Angelov (parteilos) zufolge, diskutiert.

8.3.2021

Hotline zu Verstößen bei bulgarischen Parlamentswahlen eingerichtet

BürgerInnen, die Verstöße gegen die Wahlordnung bei der Parlamentswahl am 4. April 2021​ melden wollen, stehen seit gestern eine 24-Stunden-Hotline und eine E-Mail-Adresse zur Verfügung. Dies gab der Direktor der Generaldirektion "Nationale Polizei" (GDNP) in einem Interview mit dem "Bulgarischen Nationalradio" (BNR) bekannt. Die Meldungen sollte​n in direkter Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft bearbeitet und auf der Website des Innenministeriums veröffentlicht werden. Bislang habe das Innenministerium keine Hinweise auf vorsätzliche Verstöße gegen die Wahlordnung erhalten, erklärte der Direktor.

8.3.2021

Internationaler Kritikerpreis für beste Film-Nebendarstellerin geht an Bulgarin

Die bulgarische Schauspielerin Maria Bakalova wurde am Sonntag bei den virtuellen "Critics Choice Awards" als beste Nebendarstellerin im Film "Borat 2" ausgezeichnet. Die Bulgarin konnte sich somit erfolgreich gegen die Preisanwärterinnen Ellen Burstyn (Pieces of a Woman), Glenn Close (Hillbilly Elegy), Olivia Colman (The Father), Amanda Seyfried (Ma​nk) und Yoon Yeo-jeong (Minari) durchsetzen. Bakalova war auch bei den "Golden Globes" in der Kategorie "Beste Performance einer Schauspielerin in einem Film – Musical oder Komödie" nominiert gewesen, der Preis war jedoch an Rosamund Pike für "I Care A Lot" gegangen.

8.3.2021

SlowenInnen werfen jährlich 12,3 Kilogramm Kleidung weg

Nach einer Studie der Nichtregierungsorganisation "Ökologen ohne Grenzen" sind in Slowenien 2019 insgesamt 25.079 Tonnen Textilabfall angefallen. Das sind 12,3 Kilogramm pro Kopf, womit Slowenien über dem EU-Durchschnitt von 11 Kilogramm pro Kopf liegt. Grund dafür sind Kleidungsstücke von schlechter Qualität, die von Textildiscountern stammen. Slowenien importiert die meisten Kleidungsstücke zwar aus Deutschland, Österreich und Italien, aber auch von BilligproduzentInnen in China und Bangladesch. Deshalb beträgt der Durchschnittspreis pro Kilogramm importierter Kleidung nur 25 Euro. Beim Export von slowenischer Kleidung liegt dieser Wert bei 45 Euro, was auf einen großen Qualitätsunterschied hinweist. Im Jahr 2019 wurden in Slowenien fast 24 Millionen Kleidungsstücke hergestellt.​

7.3.2021

Alter Bezirkskern im Belgrader Stadtteil Zemun bekommt Kanalisation

​Der Belgrader Vizebürgermeister Goran Vesić (SNS- Serbische Fortschrittspartei) teilte mit, dass die Ausschreibung für den Bau der Kanalisation im alten Kern des Belgrader Bezirks Zemun veröffentlicht wurde. Das Projekt umfasst 30 Straßen, unter denen 6,5 Kilometer Kanalnetz errichtet werden. Der 5.280 Meter lange Regenkanal erstreckt sich auf alle Straßen, die zum potenziellen Überflutungsgebiet gehören. Der Wert der gesamten Bauarbeiten wurde auf 383 Millionen Serbische Dinar (3,27 Millionen Euro) geschätzt.

6.3.2021

United Media neuer Eigentümer der Tageszeitung "Danas"

​Das führende Medienunternehmen in Südosteuropa, "United Media", ist neuer Eigentümer der serbischen Tageszeitung und ihres Webportals "Danas". Die seit 1997 bestehende Tageszeitung ist das erste Printmedium aus Serbien im Portfolio von "United Media". Im Rahmen des Untermehmens mit Sitz in Luxemburg agieren 45 TV-Kanäle, davon fünf mit nationaler Frequenz, 15 Webportale, Magazine und Radiosender. In Serbien operieren unter anderem TV-"N1" und das gleichnamige Webportal, TV-"NovaS", das Webportal "nova.rs", "Sport klub" oder "Grand produkcija" im Rahmen von "United Media".

6.3.2021

Preise für Bauland außerhalb des "Berliner Speckgürtels" angestiegen

Aufgrund steigender Rekordpreise im Berliner Stadtgebiet suchen immer mehr Familien im "Berliner Speckgürtel" nach Bauland für ihr Eigenheim. Da die Preise jedoch auch hier seit Jahren steigen und kaum noch Bauland zu erhalten ist, steigen die Bodenpreise auch im benachbarten Brandenburg immer stärker an​. Im Umkreis der Landeshauptstadt Potsdam beispielsweise stieg der Quadratmeter-Preis innerhalb der vergangenen fünf Jahre von 360 auf 615 Euro an. Auch das Bauland in weiter entfernten Städten wie Beelitz (von 41 auf 85 Euro), Bad Belzig (19 auf 55 Euro) oder Treuenbrietzen (von 13 auf 29 Euro) ist ​in den letzten Monaten sprunghaft angestiegen. In Brandenburg gibt es auch noch Gemeinden, in denen die Bodenpreise bei 20 Euro oder weniger pro Quadratmeter liegen. Die niedrigeren Preise hängen aber meist mit der Entfernung und der ungünstigen Verkehrsanbindung zur Hauptstadt zusammen.​​

6.3.2021

Oberbürgermeister präsentiert neues Stadtentwicklungsprogramm für Budapest

Der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) hat ein neues Stadtentwicklungsprogramm mit dem Namen "Zu Hause in Budapest" vorgestellt. Programmpräsentation war am 6. März 2021 und der Umsetzungszeitraum soll in den kommenden sieben Jahren sein. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Hauptstadt zu erhalten soll die Stadt grün sein, zur Partizipation einladen und ihren BewohnerInnen Chancen eröffnen. Eine neue Wohnungsagentur soll insgesamt 2.500 Wohnungen für Bedürftige zur Verfügung stellen. Es sollen mehr Grünflächen und Parks entstehen und der PKW-Verkehr soll verringert werden. Der CO2-Ausstoß soll bis 2030 um 40 Prozent gesenkt werden. Außerdem soll die Abwanderung aus der Stadt ins Umland gestoppt werden, die eine Folge von hohen Immobilienpreisen ist. Diese Punkte seien wichtig, da demnächst über die Verteilung der EU-Mittel für die kommenden sieben Jahre entschieden wird. Budapest wolle diese Quellen zum Wohle der Bevölkerung nutzen und verhindern, dass diese in privaten Kanälen versickern. Wäre das der Fall, würde Budapest weiter hinter die lebenswertesten Städte zurück fallen.​


6.3.2021

Keine Gastro-Gutscheine in Slowenien geplant

Tourismus ist eine der Branchen, die von der Pandemie am stärksten betroffen sind. Die Slowenische Tourismusorganisation (STO) verzeichnete 2020 um sieben Millionen weniger Übernachtungen als im Vorjahr. Durchschnittlich werden 50-prozentige Einkommensverluste berichtet. Insgesamt sind 74 Prozent weniger ausländische TouristInnen nach Slowenien gereist. Auf der anderen Seite stieg die Anzahl der einheimischen TouristInnen im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel. Der Hauptgrund dafür waren die staatlichen Tourismus-Gutscheine für die EinwohnerInnen, deren Gültigkeit bis Ende 2021 verlängert wurde. Über Gastro-Gutscheine nach Wiener Vorbild denkt das Wirtschaftsministerium zurzeit ​​nicht nach.​

6.3.2021

Volkszählung in Kroatien auf Herbst 2021 verschoben

Das kroatische Statistikamt bestätigte, dass die offizielle Volkszählung im Herbst 2021 stattfinden wird. Die Volkszählung war ursprünglich für Juni 2021 geplant, wird aber aufgrund der CoViD-19-Pandemie vorerst auf September 2021 verschoben. Derzeit läuft in der Stadt Zagreb und vier weiteren Gespanschaften eine Probe-Volkszählung, die rund 5.000 Haushalte und 12.000 BürgerInnen umfasst. Die Probe-Volkszählung soll am 15. März 2021 abgeschlossen sein. Den Zahlen zufolge sei Kroatien unter den zehn ältesten Nationen auf der Welt. Jedes Jahr werde ein spürbarer Rückgang der Bevölkerungszahl verzeichnet, so das kroatische Institut für Migrationen und Nationalitäten. Auch die Mortalitätsrate sei seit Ausbruch der Pandemie im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre um 11,5 Prozent gestiegen. Außerdem haben seit dem EU-Beitritt 2013 viele BürgerInnen Kroatien verlassen. Die DemografInnen des Instituts betonen gerade deshalb die Wichtigkeit eines Zensus bei der Gestaltung neuer demografischer Maßnahmen für Kroatien.

6.3.2021

Ex-Rapid-Stürmer Zlatko Kranjčar in Zagreb beigesetzt

Trotz strömenden Regens und CoViD-19-Beschränkungen gaben am 5. März 2021 tausende Personen dem verstorbenen ehemaligen Fußballnationaltrainer Zlatko "Cico" Kranjčar auf dem Zagreber Zentralfriedhof "Mirogoj" das letzte Geleit. Von Kranjčar verabschiedeten sich zahlreiche ehemalige Teamkollegen, Schützlinge, aber auch Fußballfans aus ganz Kroatien. Sein Sohn Niko, selbst ein erfolgreicher internationaler Ex-Fußballspieler, verabschiedete sich von seinem Vater mit einer bewegenden Rede, die viele zu Tränen rührte. Kranjčar verstarb am 1. März 2021 in einem Zagreber Krankenhaus an den Folgen einer MRSA-Infektion. Als Stürmer schoss er in zehn Jahren beim Zagreber Fußballklub "Dinamo Zagreb" 98 Tore. 1983 wechselte er zu Rapid Wien, wo er in sieben Jahren 106 Tore schoss. Später als Trainer wurde er drei Mal kroatischer Fußballmeister, zwei Mal mit "Dinamo Zagreb" und einmal mit dem "FC Zagreb". Später führte er auch die kroatische Nationalmannschaft zur Fußball-WM 2006 in Deutschland.

6.3.2021