City News


Lesen Sie zweimal die Woche die aktuellsten Informationen aus unseren Büros, knapp zusammengefasst:

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Was ist mit den beschädigten Zagreber Schulen?

​Bei dem großen Erdbeben vor zwei Monaten wurden mehrere Schulen in der Zagreber Innenstadt stark beschädigt und als unbenützbar bewertet. Da alle VolksschülerInnen der Klassen 1 bis 4 nach Anweisung des kroatischen Bildungsministeriums ab Montag wieder in die Schule müssen, soll der Unterricht für die betroffenen SchülerInnen vorübergehend nachmittags in anderen, intakt gebliebenen Schulen stattfinden. Nach den Angaben der Stadt könnten die Sanierungsarbeiten sogar an elf Volks- und Mittelschulen ein bis zwei Jahre andauern. Die Eltern der Kinder sind deshalb frustriert, weil es immer noch keine konkrete Lösung für das nächste Schuljahr gibt. Sie fragen sich, ob ihre Kinder weiterhin "Gäste" in den anderen Schulen sein werden, und wollen wissen, wie viele SchülerInnen genau betroffen sind. Das Zagreber Stadtamt für Bildungswesen habe schon einen Plan erarbeitet und versprach, alle Informationen bis Ende der Woche bekannt zu geben.​

22.5.2020

Zagreber Flohmarkt muss traditionlle Öffnungszeiten ändern

​Der beliebte Flohmarkt "Hrelić" im südöstlichen Zagreber Stadtteil Jakuševec soll nach dem Ausbruch der CoViD-19-Pandemie nun wieder geöffnet werden − aber zum ersten Mal in seiner Geschichte nicht an einem Sonntag. Da der Nationale Zivilschutzstab ein sonntägliches Arbeitsverbot für Geschäfte erlassen hatte, müssten für den Flohmarkt neue Öffnungszeiten gewählt werden. So wird er in Zukunft mittwochs und samstags von 5 bis 14 Uhr stattfinden. Wie die BürgerInnen der Stadt Zagreb darauf reagieren werden, wird sich schon diesen Samstag zeigen. Einige äußern bereits ihre Unzufriedenheit auf Social Media und meinen, der Flohmarkt am Sonntag sei einfach Tradition.​​

22.5.2020

Serbischer Abgeordneter Obradović beendet Hungerstreik

Boško Obradović, Chef der oppositionellen "Serbischen Bewegung Dveri" (SPD) und Abgeordneter im serbischen Nationalparlament, beendete am 20. Mai seinen Hungerstreik vor dem Gebäude des Nationalparlaments. Gemeinsam mit ihm streikte sein Parteigenosse Ivan Kostić, der den Streik ebenfalls beendete. Obradović habe den Hungerstreik auf Bitte seiner Familie beendet. Er ist davon überzeugt, dass er und sein Parteikollege die nötige Aufmerksamkeit der serbischen und internationalen Öffentlichkeit in Hinsicht auf die undemokratischen Verhältnisse im Land erregen konnten. Das wäre der Grund gewesen, warum er zehn Tage lang vor dem Nationalparlament in Hungerstreik war.​

21.5.2020

Fertigstellung des Save-Platzes in Belgrad erst im Herbst

Die Bauarbeiten an der Sanierung und Neugestaltung des Belgrader Save-Platzes sollen erst Ende September 2020 fertiggestellt werden. Ursprünglich hatten die Stadtbehörden die Fertigstellung für 15. Februar 2020 angekündigt. Zuvor wurden bereits mehrere Fertigstellungsfristen nicht eingehalten. Eine offizielle Begründung seitens der Stadtregierung, warum sich die Arbeiten verspäten und warum die Sanierung so lang dauert, gibt es nicht. Auch die Verspätung bei der Errichtung eines grandiosen Denkmals am Save-Platz zu Ehren des Gründers des serbischen mittelalterlichen Staates, Stefan Nemanja, kann nicht als Rechtfertigung für die Nichteinhaltung der Fertigstellungsfristen für Straßensanierungen in der Umgebung des Platzes dienen, da die Bauarbeiten am Denkmal auf die Arbeiten am Platz keine Auswirkung haben können.​

21.5.2020

Bienenasyl in Belgrad entsteht

​Laut Angaben des "Belgrader Imkervereins", leben etwa 3.000 flüchtige Bienenschwärme in der serbischen Hauptstadt und sollen demnächst ein neues Zuhause bekommen. Rechtzeitig zum Internationalen Bienentag am 20. Mai 2020, begann die Umsetzung eines Projektes, in dessen Rahmen ein Bienenasyl im Belgrader Erholungsgebiet Košutnjak entstehen wird. Im Bienenasyl sollen mehrere zig Bienenstöcke aufgestellt werden, in denen flüchtige Honigbienen untergebracht werden. Das Projekt wird mit Unterstützung der Lebensmittelkette "Delhaize" umgesetzt.​

21.5.2020

Erste reguläre Belgrader Gemeinderatssitzung nach CoViD-19 festgesetzt

Laut dem Vorsitzenden des Belgrader Gemeinderates, Nikola Nikodijević (SPS – Sozialistische Partei Serbiens), findet am 29. Mai 2020 die nächste Gemeinderatssitzung statt. Durch die Sicherheitsmaßnahmen wegen der Pandemie wird die Sitzung, zum ersten Mal in dieser Legislaturperiode, nicht wie üblich im Gebäude am Nikola Pašić-Platz, sondern im Kongresszentrum "Sava centar" stattfinden. Die wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung sind der Budgetausgleich, Investitionen in die kommunale und die Verkehrsinfrastruktur, Gehälter für die MitarbeiterInnen in den kommunalen Betrieben und der Verwaltung sowie die Lage in den städtischen Kindergärten.

21.5.2020

Budapester Öffis verkehren im Regelfahrplan

Mit der Aufhebung der Ausgangssperre am 18. Mai wurde erwartet, dass die Anzahl an Fahrgästen im öffentlichen Verkehr in Budapest zunimmt. Deswegen entschieden die Budapester Stadtverwaltung und die "Budapester Verkehrszentrale" (BKK), den Regelfahrplan weiter aufrecht zu erhalten, obwohl die Verkürzung der Intervalle ursprünglich nur bis zur Matura am 22. Mai geplant war. Die Regeln für die Reisenden bleiben unverändert. Es muss ein Mund-Nasen-Schutz in den öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden, die vorderste Tür von Bussen, O-Bussen und Straßenbahnen ist gesperrt.

21.5.2020

Polen: Konsequenzen der Kaczyński-Lied-Affäre

Am 15. Mai war das Kaczyński-kritische Lied "Dein Schmerz ist besser als mein Schmerz" aus der Playlist der Hitparade des 3. Programms entfernt worden. Diese Streichung sorgte in der Folge in Polen für Aufsehen. Der Leitung des Senders wurde Zensur vorgeworfen. Viele langjährige MitarbeiterInnen der Musikredaktion traten zurück, zahlreiche MusikerInnen boykottierten das Programm und forderten, dass ihre Songs dort nicht mehr gespielt werden. Die LeiterInnen des Programms und des Polnischen Radios betonten im Zuge der Sitzung der Senatskommission für Kultur am 21. Mai 2020, dass der Song deshalb aus der Playlist entfernt worden sei, da es zu Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung gekommen sei. Die anwesenden, ehemaligen JournalistInnen des Programms warfen den LeiterInnen des Polnischen Radios jedoch vor, das diese Aktion gegen Meinungsfreiheit verstoße. Das dritte Programm des polnischen Rundfunks besteht seit dem Jahr 1962. Kein anderer Sender in Polen hat so viele treue HörerInnen.​

21.5.2020

Krakau: geringeres Verkehrsaufkommen

Die Krakauer BeamtInnen analysierten den Straßenverkehr in Krakau vor und nach dem Ausbruch der Epidemie. Auf allen 15 beobachteten Straßenkreuzungen sei der Verkehr viel geringer als in den Jahren zuvor. So sei das Verkehrsaufkommen im März 2020 sogar um 45 Prozent niedriger, im April immerhin noch 30 Prozent, gewesen. Die BeamtInnen betonten, dass die Rückgänge auf den Nebenstraßen höher seien als auf den Hauptstraßen. Dies sei wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass letztere, im Regelfall, immer überlastet seien und die AutofahrerInnen als Alternative auf die Nebenstraßen ausweichen würden.​

21.5.2020

Düstere Zeiten für slowenischen Kultursektor

Die slowenischen Kulturschaffenden zeigten sich besorgt, dass sie im dritten Maßnahmenpaket der Regierung nicht berücksichtigt wurden. In der Folge schickte die CoViD-19-Selbsthilfegruppe der Kulturschaffenden am Mittwoch, dem 20. Mai 2020, einen offenen Brief an Kulturminister Vasko Simoniti (SDS - Slowenische demokratische Partei) mit der Frage, warum er sich nicht für sein Ressort einsetze. Mit Mai ende die staatliche Unterstützung, was jedoch nicht heiße, dass die Kulturschaffenden wieder auf eigenen Füßen stehen könnten. Aus dem Ministerium kam nur die lapidare Antwort, dass sie bereits in den ersten zwei Paketen alles bekommen hätten, was sie benötigen würden.

21.5.2020

Größtes grünes Dach Sloweniens

Das am 21. Mai 2020 neu eröffnete Einkaufszentrum "Aleja" im Laibacher Stadtteil "Šiška" verfügt über das größte grüne Dach Sloweniens. Die Investition im Wert von 150 Millionen Euro verfügt ferner insgesamt über 6.200 Quadratmeter an Grün- und Sportflächen. BesucherInnen können auf einem 630 Quadratmeter großem Multifunktions-Sportplatz Basketball, Handball, Volleyball und Fußball spielen. Für zusätzliche Freizeitmöglichkeiten sorgen eine 300 Meter lange Laufstrecke, ein Fitness-Park und ein Kinderspielplatz mit zahlreichen Sitzgelegenheiten. Sportbegeisterte können sich auch in zwei Fahrradparks und auf einer 300-Meter-Laufbahn austoben. Für ihre Fahrräder stehen 200 Abstellplätze bereit, 100 davon überdacht. Für Autos wurden 1.600 Parkplätze geschaffen, davon 1.400 in der Tiefgarage. Für Elektroautos stehen 13 Ladestationen bereit.

21.5.2020

Neuer Betriebsbahnof im 9. Prager Bezirk

Nachdem im Vorjahr der alte Betriebsbahnhof im 9. Prager Bezirk abgerissen wurde, offenbarte der "Prager Verkehrsbetrieb" (DP) seine Pläne zur Errichtung eines neuen Betriebsbahnhofes. Die Baugenehmigungen für die neue Halle lägen bereits vor. Derzeit werde mittels eines Tenders eine Bauträgerin beziehungsweise ein Bauträger zur Errichtung des Zentrums für energetische Versorgung gesucht. Sobald dieses Zentrum errichtet sei, könnten die nächsten Bauschritte erfolgen. Die Baukosten des neuen Betriebsbahnhofes sollen sich auf 1,8 Milliarden Tschechische Kronen (circa 66 Millionen Euro) belaufen. Die Fertigstellung ist für Mai 2021 geplant.​

21.5.2020

Bosnien-Herzegowina verzeichnet Rückgang bei Importen und Exporten

Exporte aus Bosnien-Herzegowina beliefen sich in den ersten vier Monaten dieses Jahres auf einen Wert von rund 3,3 Milliarden Konvertiblen Mark (rund 1,7 Milliarden Euro). Das macht rund 12,7 Prozent weniger aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Parallel dazu gingen auch die Importe um circa 5,4 Milliarden Konvertible Mark (circa 2,8 Milliarden Euro), also rund 14,8 Prozent, zurück. Der Statistikbehörde Bosnien-Herzegowinas zufolge, betrug das Außenhandelsdefizit fast dre Milliarden Konvertible Mark (1,5 Milliarden Euro). Bosnien-Herzegowina exportierte in EU-Länder Waren im Wert von 2,4 Milliarden Konvertiblen Mark (1,2 Milliarde Euro). Das macht 14,1 Prozent weniger aus als im selben Zeitraum des Vorjahrs. Importe beliefen sich auf knapp 3,3 Milliarden Konvertible Mark (rund 1,7 Milliarden Euro), umgerechnet 15,4 Prozent weniger.​

21.5.2020

Lockerungen bei Einreisebestimmungen nach Bosnien-Herzegowina

Der Ministerrat von Bosnien-Herzegowina verabschiedete am 21. Mai weitere Lockerungen bei den CoViD-19 Einreisebestimmungen für ausländische StaatsbürgerInnen. Diese sehen eine Einreise für Geschäftsleute, sowie für Familienmitglieder von Verstorbenen unter bestimmten Voraussetzungen vor. UnternehmerInnen benötigen für die Einreise ein Einladungsschreiben einer juristischen Person aus Bosnien-Herzegowina, sowie einen Bescheid über einen negativen CoViD-19 Test. Dieser muss von einem autorisierten Labor ausgestellt sein und darf nicht älter als 48 Stunden sein. Zugleich dürfen ausländische StaatsbürgerInnen bei Vorlage einer Bestätigung eines nahen Verwandtschaftsverhältnisses mit einer verstorbenen Person (Ehepartner, Eltern, Kind, Geschwister), 72 Stunden nach der Einreise in Bosnien-Herzegowina, ohne Berücksichtigung einer eventuellen Isolationsphase, verweilen.

21.5.2020

Ausbau des Sarajevoer Straßennetzes

Der Ministerrat von Bosnien-Herzegowina legte den Vorschlag eines Darlehnsabkommens zwischen Bosnien-Herzegowina und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) für den Ausbau der Sarajevoer Verkehrsinfrastruktur fest. Das Projekt soll sich auf einen Wert von rund 30 Millionen Euro belaufen. Das Ziel ist der Ausbau des Hauptstraßennetzes im Kanton Sarajevo durch die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur auf den Abschnitten der fünften (Tunnel Kobilja Glava) und neunten Transversale. Damit soll vor allem die Stadt Sarajevo mit weiteren Teilen des Kantons und dem regionalen Straßennetz besser verbunden werden. Zudem soll der Verkehr damit entlastet und die Mobilität in der Region gesteigert werden. Die beantragten Mittel sollen dem Teilland Föderation Bosnien-Herzegowina zugewiesen werden. Der Projektabschluss wurde für Ende 2022 festgesetzt. Der Vertragsentwurf wird demnächst dem Staatspräsidium vorgelegt. Als dessen​ Unterzeichner wurde der Finanzminister von Bosnien-Herzegowina, Vjekoslav Bevanda (HDZ - Kroatische demokratische Union) vorgeschlagen.​

21.5.2020

Bulgarische Eisenbahnen schaffen neue Züge an

Die "Bulgarische Staatseisenbahn" (BDZ) hat am 21. Mai 2020 einen Vertrag über den Kauf von zehn Lokomotiven der Type "Smartron" mit "Siemens Mobility" unterzeichnet. Für die BDZ ist das die erste große Investition in neue Lokomotiven seit dem Jahr 1987. Vor 15 Jahren hatte die Staatseisenbahn einzig einige Antriebswagen, ebenfalls von Siemens, erworben. Der neue Kaufvertrag hat den Wert von 55,5 Millionen Lewa (28,4 Millionen Euro) exklusive Mehrwertsteuer. Im Preis ist auch die technische Wartung für die ersten drei Jahren inkludiert. Die erste Lokomotive soll im Februar 2021 geliefert werden, bis Ende Mai 2021 alle verbleibenden. Die neuen Züge sollen auf den Strecken Sofia–Burgas und Sofia–Varna zum Einsatz kommen.

21.5.2020

Sofia: Thermalbad in Bankja originalgetreu restauriert

Ab September 2020 darf das Thermalbad in Bankja wieder BesucherInnen empfangen. Das Gebäude blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück und wurde 1907 unter der Leitung des deutschen Architekten Carl Hocheder gebaut. 1911 konnte das architektonische Meisterwerk vollständig fertiggestellt werden und das Bad wurde eröffnet. Jahrzehntelang war das Bad außer Betrieb. 2018 begann die Restaurierung des Gebäudes, die aus dem Stadtbudget finanziert wird. Das Hauptfoyer und der Raum mit dem Original-Pool glänzen wieder mit vollständig restaurierter Verkleidung und Kuppeln. Bei der Restaurierung wurden alte Fotos der Räumlichkeiten verwendet. Einem bulgarischen Fayence-Hersteller ist es gelungen, Fliesen in derselben Farbe herzustellen. Das renovierte Thermalbad verfügt über ein modernes Spa und einen Wiener Cafésalon. Der Gesamtwert der getätigten Investition beträgt rund acht Millionen Lewa (vier Millionen Euro).

21.5.2020

Kroatischer Staatspräsident schreibt Parlamentswahlen für 5. Juli 2020 aus

​Die nächsten Parlamentswahlen werden am 5. Juli 2020 stattfinden. Sie wurden vom kroatischen Staatspräsidenten Zoran Milanović (parteilos) am 20. Mai 2020 ausgeschrieben. Am 19. Juni 2020 beginnt der Wahlkampf, der bis zum 3. Juli 2020 dauern wird. Der Ausgang der Wahlen ist derzeit völlig unklar. Aktuelle Umfragen sehen die regierende "Kroatische Demokratische Gemeinschaft" (HDZ) und die "Sozialdemokratische Partei" (SDP) und deren Koalitionsparteien bei rund 30 Prozent. Sollte es keiner Seite gelingen, eine Koalitionsregierung zu bilden, sind auch Neuwahlen nicht ausgeschlossen.

21.5.2020

Gattin von Ex-HDZ-Präsident in Kroatien festgenommen

​Wie die kroatischen Medien am 20. Mai 2020 meldeten, wurde die Gattin des ehemaligen Präsidenten der konservativen "Kroatischen Demokratischen Gemeinschaft" (HDZ), Tomislav Karamarko, im Rahmen einer Aktion der kroatischen Antikorruptionsbehörde USKOK vorübergehend festgenommen. Sie wird verdächtigt, über ihre Firma fiktive Rechnungen ausgestellt zu haben. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt insgesamt über 40 Personen, Teil einer organisierten Gruppe zu sein, die sich insgesamt um rund 20 Millionen kroatische Kuna (rund 2,66 Millionen Euro) bereichert​ und das Budget um rund elf Millionen kroatische Kuna (rund 1,46 Millionene Euro) Steuern geprellt zu haben. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Firma von Karamarkos Frau in den Vordergrund rückt. Im Jahr 2016 kostete sie ihn sogar den Job als Partei- und Vizeministerpräsident. Damals wurde bekannt, dass ein Lobbyist für den ungarischen MOL-Konzern zahlreiche PR-Aufträge an ihre Firma vergab, und dass ,obwohl die Regierung sich im Rechtsstreit um den Mineralölkonzern INA befand, bei dem MOL rund 49 Prozent und die Regierung rund 44 Prozent der Anteile halten. Es wurde vermutet, dass der Lobbyist mit diesen Zahlungen Karamarko zu einer MOL-freundlichen Haltung bewog, da sich Karamarko immer gegen eine Klage der Regierung gegen den ungarischen Konzern aussprach. Als der Öffentlichkeitsdruck zu groß wurde, trat Karamarko von seinen Ämtern zurück. 

21.5.2020

Länderabkommen über Reisefreiheit

Das Reisen zwischen Serbien, Bulgarien und Griechenland sowie möglicherweise Rumänien soll ab 1. Juni ohne Quarantänepflicht möglich sein, beschlossen die Minister- und Staatspräsidenten der vier Staaten in einer Video-Konferenz. Die Reisenden sollen lediglich bilaterale Deklarationen ausfüllen müssen, dass sie keine CoViD-19-Symptome haben, dass sie im Heimatland nicht in Quarantäne waren, sowie dass sie die Reise auf eigene Verantwortung antreten. Ab 22. Mai gibt es keine Test- und Quarantänepflicht für alle Einreisenden nach Serbien.

20.5.2020

Budapester Zoo wiedereröffnet

Der Budapester Zoo wurde am 20. Mai 2020 nach 66 Tagen wieder eröffnet. Die BesucherInnen müssen sich aber an neue Regeln halten. Vorerst können nur die Außenanlagen besichtigt werden. Tickets können nur online gekauft werden. Pro Tag werden nur 2.500 Karten verkauft, um den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu gewährleisten. Tiere dürfen nicht gefüttert werden, und der Streichelzoo ist geschlossen. Maskentragen ist nicht verpflichtend, wird aber empfohlen.

20.5.2020

Budapest: Risse an den U-Bahn-Waggons

Die Budapester Verkehrszentrale (BKK) informierte, dass an den kürzlich sanierten U-Bahn-Waggons der U-Bahn-Linie "M3" Risse gefunden worden seien. Die Vizeoberbürgermeisterin für Stadtbetriebe, Kata Tüttő (MSZP – Ungarische Sozialistische Partei), erklärte, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handle. In der Folge seien nämlich alle 222 Garnituren geprüft worden, und die Kontrollen hätten ergeben, dass ganze 92 Waggons derartige Risse aufweisen würden. Der russische Hersteller habe den Fehler anerkannt und werde die fehlerhaften Teile ersetzen und die Kosten für die Sanierung übernehmen. Der BKK zufolge wurden die betroffenen U-Bahn-Waggons aus dem Verkehr gezogen.​​​​

20.5.2020

Junior Eurovision Song Contest 2020 nicht in Krakau

Der Junior Eurovision Song Contest 2020 soll, aus finanziellen Gründen, doch nicht in Krakau stattfinden. Laut dem Krakauer Bürgermeister, Jacek Majchrowski (parteilos), sehe sich die Stadt derzeit, aufgrund der CoViD-19-Pandemie, mit einer schwierigen finanziellen Krise konfrontiert, weswegen eine Investition von 1,5 Millionen Polnischen Złoty (circa 330.600 Euro) in eine Veranstaltung ohne Publikum sehr umstritten sei. Der Junior Eurovision Song Contest 2020 wird nun in Warschau stattfinden.​

20.5.2020

Slowenien: Gutscheine sollen Hotellerie unterstützen

Die slowenische Regierung sieht im dritten Corona-Wirtschaftsmaßnahmenpaket eine Einführung von Tourismus-Gutscheinen vor. Damit soll dem Hotelgewerbe geholfen werden, sich von den Ausfällen der vergangenen Wochen zu erholen. Alle volljährigen BürgerInnen erhalten Gutscheine im Wert von 200 Euro ausgestellt, um Urlaub in Slowenien zu machen, anstatt ins Ausland zu fahren. Die Gutscheine sollen nach Angaben der Regierung gegen Unterkünfte und andere touristische Dienstleistungen eingetauscht werden können. Minderjährige sollen Gutscheine im Wert von 50 Euro erhalten. Die Gutscheine können vom 1. Juni 2020 bis Ende des Jahres genutzt werden, das Parlament will das Maßnahmenpaket nächste Woche verabschieden.

20.5.2020

Prag: Unterführung für RadlerInnen fertiggestellt

Auf der Radstrecke vom achten in den neunten Prager Bezirk wurde eine neue Unterführung fertiggestellt, die vor allem den RadlerInnen das Überqueren der stark frequentierten Straße Čuprova erleichtern wird. Parallel zu den Bauarbeiten wurde auch das Flussbett des Baches Rokytka angepasst, das entlang des Radwegs verläuft. Die Arbeiten wurden vom städtischen Unternehmen "Technische Verwaltung der Straßen" durchgeführt. Die Kosten für die Unterführung beliefen sich auf 48 Millionen Tschechische Kronen (circa 1,75 Millionen Euro).​

20.5.2020

20 neue Leihfahrräder für Sarajevo

Das vor vier Jahren in Sarajevo in Betrieb genommene Nextbike-System für Leihfahrräder wurde um zwanzig neue Modelle erweitert. Die neue Generation an Nextbike-Modellen sind mit integriertem GPS-Tracking System und Vorhängeschloss ausgestattet. Das soll den BenutzerInnen eine einfachere Bedienung ermöglichen. Die Fahrräder wurden allen InteressentInnen im Rahmen einer kostenlosen Probefahrt am 20. Mai vorgestellt. Diese Beschaffung wurde von der Initiative "Smart Sarajevo" unterstützt. Die Initiative wird in Zusammenarbeit zwischen dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Stadt und dem Kanton Sarajevo, sowie dem Bezirk Stari Grad durchgeführt. Mit den 20 neuen Modellen, stehen den SarajevoerInnen nun insgesamt 110 Fahrräder an 14 Standorten zur Verfügung.​

20.5.2020

Sofia: Kinderkrippen und Kindergärten öffnen wieder

Am 26. Mai 2020 nehmen alle Kindergärten und Kinderkrippen in Sofia ihre Arbeit wieder auf. Dies teilte die Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) und stellte die Bedingungen zur Wiederaufnahme der Arbeit der Krippen vor. Bei der Aufnahme wird bei jedem Kind die Temperatur gemessen. Weitere Temperaturmessungen erfolgen nur, falls diese Symptome eine Erkrankung zeigen. Eine ärztliche Bescheinigung ist nicht erforderlich, aber die Eltern müssen eine Einverständniserklärung unterzeichnen, dass sie ihr Kind auf eigenen Wunsch in den Kindergarten oder in die Kinderkrippe geben und über alle Maßnahmen informiert sind, die umgesetzt werden müssen. Die Flächen sollen viermal täglich gereinigt und desinfiziert werden. Es soll auch regelmäßig gelüftet und der Sicherheitsabstand, so weit möglich, eingehalten werden. Bis zur Wiedereröffnung der Kindergärten soll der Rasen auf den Höfen gemäht und gegen Zecken behandelt werden. Die Kinder sollen mehr Zeit als gewöhnlich draußen verbringen.​

20.5.2020

Weniger als elf Prozent der Kinder in Belgrader Kindergärten

Seit der Wiedereröffnung am 11. Mai 2020 sind weniger als elf Prozent der Belgrader Kinder in die städtischen Kindergärten zurückgekehrt. Zum Stichtag 18. Mai 2020 wurden in den Kindergärten 6.284 Kinder gezählt. Insgesamt sind in den städtischen Kindergärten mehr als 58.000 Kinder eingeschrieben. Laut Slavko Gak, Leiter der Belgrader Magistratsabteilung für Bildung und Kinderfürsorge, zeuge die geringe Anzahl der Kinder in den Kindergärten vom großen Verantwortungsbewusstsein der Eltern und von ihrem Verständnis für die Notwendigkeit der erhöhten Distanzierung und Isolation, solange die CoViD-19-Pandemie anhält.​

19.5.2020

Viele Bedenken in Bezug auf Gemeinderatssitzung

Die Belgrader GemeinderätInnen tagten zuletzt am 3. März 2020, am 3. Juni läuft die gesetzliche Frist für die Abhaltung einer neuen Gemeinderatssitzung ab. Auch müssen alle während des CoViD-19-Ausnahmezustands getroffenen Entscheidungen spätestens binnen 30 Tagen seit der Aufhebung des Ausnahmezustands, also bis 7. Juni, vom Gemeinderat bestätigt werden. Derzeit ist allerdings unklar, wie die Sitzung aussehen soll, da aufgrund der Coronavirus-Schutzvorkehrungen eine Abhaltung der Sitzung im Gemeinderat unter Wahrung des nötigen Abstands kaum möglich zu sein scheint. Die technischen Möglichkeiten im Belgrader Gemeinderat sind auch begrenzt, es gibt nämlich keine Möglichkeit für eine elektronische Stimmabgabe. Es werden auch Ersatzvarianten für Sitzungsräumlichkeiten überlegt, wie etwa das serbische Nationalparlament, die Stadthalle, das Kongresszentrum "Sava centar" oder sogar die Belgrader Messehallen.​

19.5.2020

Neue öffentliche Ausschreibungsprozesse bei zwei Budapester Firmen

Ein neues System für Ausschreibungen wird bei zwei hauptstädtischen Unternehmen eingeführt. Dies soll der Transparenz dienen, Preise sollen gesenkt und der Wettbewerb soll gesteigert werden. Die "Gesellschaft für die Wartung Öffentlicher Räume" (FKF) und die "Budapester Fernwärmegesellschaft" (Főtáv) haben jeweils ein Komitee für Beschaffungen zusammengestellt, die alle Ausschreibungen über fünf Millionen Forint (14.125 Euro) genehmigen soll. Für einen gültigen Tender sind mindestens fünf Bewerbungen nötig, eine Abweichung davon ist nur aus technischen Gründen möglich. Die FachgebietsleiterInnen müssen schriftlich bestätigen, dass sie keine BewerberInnen aufgrund technischer Kriterien ausschließen. Damit sollen "maßgeschneiderte Ausschreibungen" verhindert werden. Alle wichtigen Details der genehmigten Ausschreibungen werden online bekanntgegeben werden.​

19.5.2020