City News


Lesen Sie zweimal die Woche die aktuellsten Informationen aus unseren Büros, knapp zusammengefasst:

Serbischer Abgeordneter Obradović beendet Hungerstreik

Boško Obradović, Chef der oppositionellen "Serbischen Bewegung Dveri" (SPD) und Abgeordneter im serbischen Nationalparlament, beendete am 20. Mai seinen Hungerstreik vor dem Gebäude des Nationalparlaments. Gemeinsam mit ihm streikte sein Parteigenosse Ivan Kostić, der den Streik ebenfalls beendete. Obradović habe den Hungerstreik auf Bitte seiner Familie beendet. Er ist davon überzeugt, dass er und sein Parteikollege die nötige Aufmerksamkeit der serbischen und internationalen Öffentlichkeit in Hinsicht auf die undemokratischen Verhältnisse im Land erregen konnten. Das wäre der Grund gewesen, warum er zehn Tage lang vor dem Nationalparlament in Hungerstreik war.​

21.5.2020

Budapester Fahrradpolizei auf temporärem Radweg

Auf der Großen Ringstraße in Budapest sorgen vier FahrradpolizistInnen in Zukunft für die Sicherheit der RadlerInnen. Ein vorübergehender Fahrradweg wurde Ende April auf dieser Strecke errichtet. Seitdem ist für den Autoverkehr nur eine Fahrspur verfügbar. Die Maßnahme wurde am 23. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben, wo die PolizeibeamtInnen auch Rede und Antwort standen. Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) hofft, dass die vorübergehenden Fahrradwege, die als Maßnahmen in der Corona-Krise errichtet worden sind, längerfristig beibehalten werden können.​

22.5.2020

Polen: Konsequenzen der Kaczyński-Lied-Affäre

Am 15. Mai war das Kaczyński-kritische Lied "Dein Schmerz ist besser als mein Schmerz" aus der Playlist der Hitparade des 3. Programms entfernt worden. Diese Streichung sorgte in der Folge in Polen für Aufsehen. Der Leitung des Senders wurde Zensur vorgeworfen. Viele langjährige MitarbeiterInnen der Musikredaktion traten zurück, zahlreiche MusikerInnen boykottierten das Programm und forderten, dass ihre Songs dort nicht mehr gespielt werden. Die LeiterInnen des Programms und des Polnischen Radios betonten im Zuge der Sitzung der Senatskommission für Kultur am 21. Mai 2020, dass der Song deshalb aus der Playlist entfernt worden sei, da es zu Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung gekommen sei. Die anwesenden, ehemaligen JournalistInnen des Programms warfen den LeiterInnen des Polnischen Radios jedoch vor, das diese Aktion gegen Meinungsfreiheit verstoße. Das dritte Programm des polnischen Rundfunks besteht seit dem Jahr 1962. Kein anderer Sender in Polen hat so viele treue HörerInnen.​

21.5.2020

Grenzöffnung: Slowenien kritisiert österreichische Inflexibilität

Der slowenische Außenamtssprecher Aleksander Geržina kritisiert Österreich in Bezug auf die Öffnung der Grenze zu Slowenien. Obwohl das epidemiologische Bild gleich oder sogar besser sei, zeige sich Österreich als ziemlich unflexibel. Trotzdem hofft Slowenien, dass Österreich nicht länger an der starren Haltung festhält und die Grenzen für den freien Personenverkehr öffnet. Geržina ist davon überzeugt, dass zahlreiche ÖsterreicherInnen ihren Urlaub in Slowenien und Kroatien verbringen wollen. Obwohl die bilateralen Beziehungen gut seien, könne er sich nicht des Eindrucks erwehren, dass Österreich seine UrlauberInnen zu Hause halten wolle. Die slowenische Regierung bemüht sich nach eigenen Angaben, auch die Grenze mit Österreich bis Mitte Juni wieder zu öffnen.

22.5.2020

Test

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26.5.2020

Sofia: Mehr Radwege und Wartehäuschen nach Wiener Art

Am 22. Mai 2020 hat die Sofioter Bürgermeisterin Jordanka Fandakova (GERB – Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens) ein Infrastrukturprojekt, das einige der wichtigsten zentralen Straßen betrifft, vorgestellt. Die meisten Änderungen werden auf dem Patriarch-Evtimij-Boulevard vorgenommen, wo ein Radfahrstreifen und eine Busspur entstehen. Dort sollen auch Wartehäuschen nach Wiener Art aufgestellt werden. Der Gehsteig wird nur den FußgängerInnen vorbehalten sein. Der Verkehr auf dem Fridtjof-Nansen-Boulevard wird in zwei Richtungen fließen. Dadurch wird die Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich verkürzt. Der Gesamtwert der geplanten Investition liegt bei circa 600.000 Lewa (circa 306.000 Euro).​​

22.5.2020

Was ist mit den beschädigten Zagreber Schulen?

​Bei dem großen Erdbeben vor zwei Monaten wurden mehrere Schulen in der Zagreber Innenstadt stark beschädigt und als unbenützbar bewertet. Da alle VolksschülerInnen der Klassen 1 bis 4 nach Anweisung des kroatischen Bildungsministeriums ab Montag wieder in die Schule müssen, soll der Unterricht für die betroffenen SchülerInnen vorübergehend nachmittags in anderen, intakt gebliebenen Schulen stattfinden. Nach den Angaben der Stadt könnten die Sanierungsarbeiten sogar an elf Volks- und Mittelschulen ein bis zwei Jahre andauern. Die Eltern der Kinder sind deshalb frustriert, weil es immer noch keine konkrete Lösung für das nächste Schuljahr gibt. Sie fragen sich, ob ihre Kinder weiterhin "Gäste" in den anderen Schulen sein werden, und wollen wissen, wie viele SchülerInnen genau betroffen sind. Das Zagreber Stadtamt für Bildungswesen habe schon einen Plan erarbeitet und versprach, alle Informationen bis Ende der Woche bekannt zu geben.​

22.5.2020

Budapest schützt Kulturschaffende

Die Hauptstadt Budapest will die Rechte von rund 880 MitarbeiterInnen in Kultureinrichtungen der Stadt sichern. Vergangene Woche wurde rund 20.000 MitarbeiterInnen aus dem Kunst- und Kulturbereich landesweit der Beamtenstatus entzogen. Dies geschah durch einen Beschluss der Regierung. Die Reform wird mit 1. November 2020 wirksam. Die Stadtverwaltung von Budapest will mit einem Kollektivvertrag die verlorenen Rechte "zurückgeben". Außerdem wird ein "Budapest-Laufbahnmodell" für MitarbeiterInnen im Kulturbereich ins Leben gerufen. Darauf haben sich am Freitag, dem 22. Mai, Oberbürgermeister Gergely Karácsony (Párbeszéd – Dialog) und die Vizeoberbürgermeisterin für Kultur, Erzsébet Gy. Németh (Demokratische Koalition) gemeinsam mit den LeiterInnen der hauptstädtischen Kultureinrichtungen sowie mit der Gewerkschaft für Kulturschaffenden geeinigt.​

22.5.2020

Ausweitung des Fahrradtransports in Budapester Straßenbahnen

Ab 23. Mai 2020 können in Budapest in 62 weiteren Straßenbahnwagen Fahrräder befördert werden. Das hat die "Budapester Verkehrszentrale" (BKK) angekündigt. Damit wird die Fahrradmitnahme in allen Waggons der Straßenbahnlinien 17, 41, 56, 59 und 61 möglich. Die Erweiterung der Beförderungsmöglichkeit ist ein bedeutender Schritt, bisher waren nur 80 Straßenbahnwaggons zum Fahrradtransport geeignet. In einem Straßenbahnwagen darf nur ein Fahrrad mitgenommen werden, es muss im hinteren Bereich auf einer speziell markierten Abstellfläche mit einem Klettband gesichert werden. Die Mitnahme ist nicht kostenlos, es muss ein Ticket für das Fahrrad gelöst werden.

22.5.2020